Vergleich Korrosionsinhibitoren für wasserbasierte Kühlschmierstoffe TC® vs. Mischungen von C11/C12 Dicarbonsäuren

In vielen modernen Formulierungen für Kühlschmiermittel bildet Wasser das Lösemittel der Wahl. Die Korrosionsinhibitoren stellen dabei einen wichtigen Bestandteil in solchen Formulierungen dar. Mit Hilfe von Alkanolaminen, wie etwa TEA*, MIPA* oder MEA*, werden diese in eine wasserlösliche, aktivierte Form überführt. 

Chemisch lassen sich diese Korrosionsinhibitoren den Carbonsäuren zuordnen. Technisch kommen Korrosionsinhibitoren zum Einsatz, wie z.B.: 

  • Alicylische Dicarbonsäuren
  • Sebacinsäuren, Mischungen von C11/C12 Dicarbonsäuren
  • Triazin basierte Derivate, wie z.B. die TC®-Produkte der Metall-Chemie (TC® 50, TC® 65 und TC® 85) 

 

Graugussspäne Test

Zu einer schnellen Beurteilung der Wirksamkeit wassermischbarer Korrosionsinhibitoren wird die Testmethode gemäß DIN 51360 genutzt.

Hierzu werden unter streng definierten Bedingungen Graugussspäne auf weißem Filterpapier einem kontrollierten Korrosionsprozess unterzogen. Die Wirksamkeit der Korrosions-inhibitoren erkennt man am Grad der Verfärbung auf dem Filterpapier (Rostbildung).

TC® (2% Lösung) Mischungen von C11/C12 Dicarbonsäuren (2% Lösung)
25% TC® 50   50% TEA*   25% Wasser
TC® (2% Lösung) Mischungen von C11/C12 Dicarbonsäuren (2% Lösung)
25% TC® 50   50% MIPA*   25% Wasser
TC® (2% Lösung) Mischungen von C11/C12 Dicarbonsäuren (2% Lösung)
25% TC® 50   50% MEA*   25% Wasser
TC® (2% Lösung) Mischungen von C11/C12 Dicarbonsäuren (2% Lösung)

*MEA: Monoethanolamin, TEA: Triethanolamin, MIPA: Monoisopropylamin


Erkennbar ist dabei deutlich die durchgängig geringere Verfärbung des Filterpapiers bei der Verwendung von TC® 50 als Korrosionsinhibitor.

Unabhängig vom eingesetzten Aminoalkohol, zeigen Triazin basierte Korrosionsinhibitoren eine bessere Leistungsfähigkeit als die Mischung von C11/C12 Dicarbonsäuren.

 

Umweltverträglichkeit

Die Umweltverträglichkeit einer Substanz lässt sich als Funktion seiner biologischen Abbaubarkeit darstellen. Allgemein anerkannt ist das Testverfahren OECD 301. 

Eine leichte biologische Abbaubarkeit entspricht einem Abbau von mind. 60 % der Prüfsubstanz nach 28 Tagen (Soll).

Das TC® zeigt nach einem Zeitraum von 28 Tagen eine Abbaurate von mehr als 80% (OECD 301 B, CO2 Methode) und erfüllt damit das Kriterium der leichten biologischen Abbaubarkeit.

Die Mischung an C11/C12 Dicarbonsäuren weist  hingegen eine deutlich schlechtere Abbaubarkeitsrate (<40%) auf.

 

Zusammenfassung

Die TC®-Produktreihe der Metall-Chemie zeigt im Vergleich zu der Mischung an C11/C12 Dicarbonsäuren folgende Vorteile:

  • Eine bessere Wirksamkeit bei vergleichbaren Einsatzkonzentrationen
  • Ein deutlich höheres biologisches Abbaubarkeitsverhalten nach 28 Tagen  

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24.02.2017

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